Wer bin ich?
Jedes Zusammenfinden ist neu und anders, was der Lebendigkeit dieses seit über 50 Jahre bestehenden Klangkörpers zu Gute kommt: denn der Drang aller ist groß, zusammen musikalisch zu arbeiten, in der Musik zu leben und dem Klang eine gemeinsame Richtung zu geben. Unter der Leitung von Sebastian Tewinkel geht das Landejugendorchester NRW in diesem Jahr der Frage nach: „Wer bin ich?“ Eine große Frage, für deren musikalische Antwort sich besonders gut die Ausschnitte der ersten beiden Peer-Gynt Suiten von Grieg und Scheherazade von Rimskij-Korsakow eigenen.
Peer Gynt sucht nach seiner Identität, ist ein Schwindler, ein Aufschneider und Protagonist des gleichnamigen Dramas „Peer Gynt“. Der norwegische Autor Henrik Ibsen stellte es 1867 fertig und beauftragte Edvard Grieg, Bühnenmusik dafür zu schreiben. Grieg entwickelte aus der Bühnenmusik 1888 und 1891 noch zwei Orchestersuiten, dessen bekannteste Sätze wohl „Morgenstimmung“ und „In der Halle des Bergkönigs“ sind. Durch seine Musik wurde die Geschichte des rastlosen Peer Gynt populär, der kein eigenes Selbst besitzt, sondern sich Identitäten anderer bedient.
Scheherazade hingegen rettet durch ihre eigenen Worte ihr Leben. Der Sultan Schahriar schwor, jede seiner Frauen in der ersten Nacht töten zu lassen. Scheherazade aber fesselte ihn in 1001 Nacht durch wundervolle Märchen und Lieder, sodass er sie am Leben ließ. Inspiriert von dieser Geschichte, komponierte Nikolaj Rimskij-Korsakow 1887/88 die sinfonische Dichtung „Scheherazade“. Ursprünglich hatten die einzelnen Sätze neutrale Bezeichnungen: Prélude, Ballade, Adagio und Finale. Erst bei der Premiere bekamen sie Überschriften wie „Das Meer und Sindbads Schiff“ oder „Die Geschichte vom Prinzen Kalender“. Rimskij-Korsakow beabsichtigte damit, der allzu programmatischen Deutung seiner Musik entgegenzuwirken. Die Fantasie der Hörer*innen sollte nur in die Richtung seiner eigenen Fantasie gelenkt werden, in die sie beim Komponieren gegangen war. Die Ausmalung der Details allerdings sollte jeder und jedem selbst überlassen bleiben.
Edvard Grieg: Peer Gynt Suite Nr. 1 op. 46
Edvard Grieg: Peer Gynt Suite Nr. 2 op. 55
Pause
Nikolai Rimski-Korsakow: Scheherazade
Landejugendorchester NRW
Dirigent: Sebastian Tewinkel
Moderation: Daniel Finkernagel
BEIm LJO
Du hast Lust, in einem hochkarätigen Ensemble zu spielen, bist zwischen 14 und 24 Jahren alt und so richtig gut auf deinem Instrument? Dann bewirb dich bei uns!
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Programme & Hinweise befreundeter Institutionen
JJO NRW - AUDITION 2026
Im JugendJazzOrchester NRW sind die Positionen, Tenorsaxophon, Baritonsaxophon, Posaune (1. und 3. Stimme), Trompete (Lead), Gitarre, Piano, Kontrabass, Gesang ab der Winterarbeitsphase 2027 neu zu besetzen.
Diese findet vom 29.-31. Januar 2027 in der Landesmusikakademie NRW in Heek (Münsterland) statt. Die Mitwirkung im Orchester ist grundsätzlich auf eine Dauer von mindestens zwei Jahren angelegt und die Teilnahme an allen Konzertprojekten und Arbeitsphasen in diesem Zeitraum wird vorausgesetzt.
Es werden gute Improvisations- und Blattlesefähigkeiten vorausgesetzt. Bei der Bewerbung für Tenorsaxophon sind Kenntnisse von Querflöte und Klarinette wünschenswert, bei der Bewerbung für Baritonsaxophon Kenntnisse von Bassklarinette. Instrumente können gestellt werden. Bewerber:innen für Trompete sollten neben dem Hauptinstrument auch Flügelhorn spielen. Bewerber:innen für Kontrabass sollten auch E-Bass spielen.
Bewerbungen können über das Bewerbungsformular eingereicht werden. Ergänzend sollte eine ausführliche Darstellung der musikalischen Vita als PDF-Dokument hochgeladen werden.
Das höchstmögliche Eintrittsalter in das JJO NRW beträgt bei Instrumentalist:innen 22 Jahre, bei Sänger:innen 24 Jahre (Stichtag: 13. November 2026). Bewerber:innen können sich ab dem 16. Lebensjahr bewerben. Ein Bezug zum Land NRW (bspw. Geburtsort, Wohnort, Studienort) muss gegeben sein. Eine Doppelbesetzung in anderen Landesjugendjazzorchestern oder im Bundesjazzorchester ist ausgeschlossen.
Bewerber:innen werden zu einer Audition am 12. und 13. November 2026 nach Dortmund eingeladen. Die Bewerbungsfrist endet am 01. November 2026.
https://jjonrw.de/info/audition/
VIOLIN MASTERCLASS
Datum: 4.-6. Januar 2027
Ort: Flingern Music School
Ackerstraße 115, Düsseldorf
CONTACT & REGISTRATION
mario@dinonno.de
Teilnahmebeitrag: 200€, Anmeldeschluss: 1. Dezember
Kompass Musikstudium
Wer Musik studieren möchte, steht vor einer großen
Auswahl: Mehr als 1.700 Studiengänge in Deutschland eröffnen den Weg
in den Musikberuf – von der künstlerischen Ausbildung über
Instrumental- und Vokalpädagogik bis hin zu Lehramt und
Musikwissenschaft. Mit dem neuen „Kompass Musikstudium“ stellt das
Deutsche Musikinformationszentrum (miz) nun eine zentrale Plattform
vor, die diese Vielfalt gebündelt zugänglich macht – und insbesondere
jungen Menschen die Orientierung erleichtert. Der Kompass
Musikstudium ist ab sofort hier abrufbar.