Romantische Vorbilder
Aus der Epoche der Romantik sind Klavierkonzerte und Sinfonien mit großer Besetzung kaum mehr weg zu denken. Das Landesjugendorchester NRW stellt in seinem Programm „Romantische Vorbilder“ zwei der populärsten Werke dieser Zeit vor: das Klavierkonzert von Edvard Grieg und die vierte Symphonie von Anton Bruckner. Obwohl Edvard Grieg hauptsächlich für seine kammer- musikalischen Werke bekannt ist, wurde sein erstes und einziges Klavierkonzert ein großer Erfolg. Heutzutage gehört es zu den berühmtesten Stücken für Klavier überhaupt. Die Inspiration hierfür fand Grieg während seines Studiums in Leipzig bei keinem geringeren als Robert Schumann. Allerdings kehrt er schnell zu seinen Wurzeln zurück und nimmt die nordischen Klänge
seiner Heimat, sowie typisch romantische Motive auf. Als Solist konnten wir den Starpianisten Herbert Schuch gewinnen. Passend zum Programm, sowie zur Epoche nannte Anton Bruckner seine vierte Sinfonie „Die Romantische“. Der Entstehungsprozess war allerdings kein einfacher, wenn man sich die Vielzahl an Änderungen ansieht, die Bruckner nach der Fertigstellung der Sinfonie noch vornahm.
KLAVIER
Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht. 2013 erhielt er den ECHO Klassik für seine Aufnahme des Klavierkonzerts von Viktor Ullmann sowie Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Olari Elts. In 2014 erschien die aufsehenerregende Solo-CD „invocation“ mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen, Murail und Ravel, die sich mit Glockenklängen auseinandersetzt. Mit diesem Programm war er in Klavierabenden u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Stuttgart, der Frauenkirche Dresden und in der Philharmonie Berlin zu erleben. Anfang 2017 erschien eine Klavierduo-CD mit Gülru Ensari mit Werken von Brahms, Hindemith, Stravinsky und Özkan Manav.
Herbert Schuch arbeitete unter anderem mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Residentie Orkest Den Haag, den Bamberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie und den Rundfunkorchestern des hr, MDR, WDR, NDR Hannover und Danish Radio. Er ist regelmäßig Gast bei Festspielen wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr und den Salzburger Festspielen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Douglas Boyd, Lawrence Foster, Eivind Gullberg Jensen, Jakub Hrusa, Jun Märkl, Yannick Nézet-Séguin, Jonathan Nott, Markus Poschner, Michael Sanderling und Alexander Vedernikov.
In jüngster Zeit spielte Herbert Schuch mit dem Orchester des Mariinsky Theaters unter Valery Gergiev im Münchner Gasteig, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, mit der Camerata Salzburg, mit dem Orchestra della Svizzera Italiana sowie mit dem Bundesjugendorchester auf Europa-Tournee und gab seine Debüts mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, im Washingtoner Kennedy Center, bei den Salzburger Osterfestspielen und beim Festival Radio France Occitanie Montpellier. Außerdem konzertierte er mit den Münchner Philharmonikern, mit der Dresdner Philharmonie, den Festival Strings Luzern und mit dem Orchestra della RAI Torino. In 17/18 stehen u.a. Wiedereinladungen beim WDR Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin und sein Debut in der Elbphilharmonie auf dem Programm.
Herbert Schuch spielte als Kind 10 Jahre lang auch Geige und ist seitdem begeisterter Kammermusiker: im Sommer 2017 unternahm er gemeinsam mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott eine Triotournee.
Er wurde 1979 in Temeschburg (Rumänien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland, wo er seither lebt. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und dann bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum fort. In jüngster Zeit erfährt Herbert Schuch in besonderer Weise Prägung in der Begegnung und Arbeit mit Alfred Brendel. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb, den London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien.
Herbert Schuch engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School“, welche sich für die Vermittlung von Klassik in Schulen einsetzt
22.10.2023
Edvard Grieg - Klavierkonzert
Anton Bruckner - 4. Symphonie
Landesjugendorchester NRW
Künstlerische Leitung: Sebastian Tewinkel
Solist: Herbert Schuch, Klavier
BEI dem LJO
Du hast Lust, in einem hochkarätigen Ensemble zu spielen, bist zwischen 14 und 24 Jahren alt und so richtig gut auf deinem Instrument? Dann bewirb dich bei uns!
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Programme & Hinweise befreundeter Institutionen
JJO NRW - AUDITION 2026
Im JugendJazzOrchester NRW sind die Positionen, Tenorsaxophon, Baritonsaxophon, Posaune (1. und 3. Stimme), Trompete (Lead), Gitarre, Piano, Kontrabass, Gesang ab der Winterarbeitsphase 2027 neu zu besetzen.
Diese findet vom 29.-31. Januar 2027 in der Landesmusikakademie NRW in Heek (Münsterland) statt. Die Mitwirkung im Orchester ist grundsätzlich auf eine Dauer von mindestens zwei Jahren angelegt und die Teilnahme an allen Konzertprojekten und Arbeitsphasen in diesem Zeitraum wird vorausgesetzt.
Es werden gute Improvisations- und Blattlesefähigkeiten vorausgesetzt. Bei der Bewerbung für Tenorsaxophon sind Kenntnisse von Querflöte und Klarinette wünschenswert, bei der Bewerbung für Baritonsaxophon Kenntnisse von Bassklarinette. Instrumente können gestellt werden. Bewerber:innen für Trompete sollten neben dem Hauptinstrument auch Flügelhorn spielen. Bewerber:innen für Kontrabass sollten auch E-Bass spielen.
Bewerbungen können über das Bewerbungsformular eingereicht werden. Ergänzend sollte eine ausführliche Darstellung der musikalischen Vita als PDF-Dokument hochgeladen werden.
Das höchstmögliche Eintrittsalter in das JJO NRW beträgt bei Instrumentalist:innen 22 Jahre, bei Sänger:innen 24 Jahre (Stichtag: 13. November 2026). Bewerber:innen können sich ab dem 16. Lebensjahr bewerben. Ein Bezug zum Land NRW (bspw. Geburtsort, Wohnort, Studienort) muss gegeben sein. Eine Doppelbesetzung in anderen Landesjugendjazzorchestern oder im Bundesjazzorchester ist ausgeschlossen.
Bewerber:innen werden zu einer Audition am 12. und 13. November 2026 nach Dortmund eingeladen. Die Bewerbungsfrist endet am 01. November 2026.
https://jjonrw.de/info/audition/
VIOLIN MASTERCLASS
Datum: 4.-6. Januar 2027
Ort: Flingern Music School
Ackerstraße 115, Düsseldorf
CONTACT & REGISTRATION
mario@dinonno.de
Teilnahmebeitrag: 200€, Anmeldeschluss: 1. Dezember
Kompass Musikstudium
Wer Musik studieren möchte, steht vor einer großen
Auswahl: Mehr als 1.700 Studiengänge in Deutschland eröffnen den Weg
in den Musikberuf – von der künstlerischen Ausbildung über
Instrumental- und Vokalpädagogik bis hin zu Lehramt und
Musikwissenschaft. Mit dem neuen „Kompass Musikstudium“ stellt das
Deutsche Musikinformationszentrum (miz) nun eine zentrale Plattform
vor, die diese Vielfalt gebündelt zugänglich macht – und insbesondere
jungen Menschen die Orientierung erleichtert. Der Kompass
Musikstudium ist ab sofort hier abrufbar.