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Interview mit dem Orchestervorstand
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14.April 2017   Landesjugendorchester NRW

Der Orchestervorstand des LJO NRW besteht aus 5 Orchestermitgliedern die vom Orchester gewählt werden. Sie sind zuständig für die Gestaltung und die Organisation des Bunten Abends sowie für evtl. Vermittlungen zwischen Orchester, Dirigent, Dozenten und pädagogischer Leitung.

Interview mit Jonathan Debus, Fabienne Kreuzer, Maria Schönnenbeck und Max Schollemann vom Orchestervorstand

 

 

Woher kommt ihr, welches Instrument spielt ihr und wie seid ihr zum LJO gekommen?

 

Max: Ich bin 19 Jahre alt, komme aus Olpe und spiele seit neun Jahren Bassposaune. Ich bin im Musikverein aufgewachsen und war dann in Köln an der Hochschule bei Professor Ulrich Flad und da ist mir empfohlen worden, mal beim LJO vorzuspielen. Das habe ich dann gemacht und jetzt bin ich hier. Ich bin jetzt seit ‚Reger 2014‘ dabei.

 

Maria: Ich bin auch seit ‚Reger‘ dabei, also zweieinhalb Jahre jetzt. Ich spiele seit elf Jahren Horn, komme aus Essen, bin 18 Jahre alt. Ich habe vor sieben Jahren bei einem Blechbläserworkshop mitgemacht und da konnten die Dozenten einem sagen, ob man gut genug ist fürs LJO oder eben nicht und so kam ich auf eine Liste und habe dann irgendwann eine Einladung bekommen und so bin ich hier hin gekommen.

 

Jonathan: Ich bin auch 18 Jahre alt und komme aus Münster und ich spiele seit zehn Jahren Trompete. Ich bin eine Phase nach den beiden anderen ins LJO gekommen, „Bilder einer Ausstellung“ war das, Frühjahr 2015, also ziemlich genau vor zwei Jahren und ich bin genauso ins LJO gekommen wie Maria. Ich habe bei dem gleichen Kurs vor sieben Jahren mitgemacht und da haben die Dozenten mich auch auf diese Warteliste gesetzt und dann hatte ich irgendwann das Glück reinzurutschen.

 

Fabienne: Ich bin 17 Jahre alt und ich spiele seit ‚Bruckner‘ mit, das war im Herbst 2015, also seit eineinhalb Jahren. Ich spiele seit ungefähr neun Jahren Querflöte und ich komme aus der Nähe von Neuss. Ich habe schon vor drei oder vier Jahren angefangen in der Jungen Bläser Philharmonie mitzuspielen und darüber kam ich dann ins LJO, weil ich viel davon gehört hatte und gerne mitmachen wollte. Ich habe vor fünf Jahren ein Probespiel fürs LJO und die JBP gemacht und kam dann bei beiden auf die Warteliste und bin dann erst in die JBP und dann auch ins LJO gekommen.

 

Hat einer von euch eines der Stücke aus dem aktuellen Programm schon einmal gespielt?

 

Fabienne: Ich habe zusammen mit Maria und Jonathan schon in der JBP „Star Wars“ in der Fassung für Symphonisches Blasorchester gespielt, also das ist nicht das gleiche Arrangement. Da haben auch ein paar andere aus dem LJO mitgespielt.

 

Jonathan: Ich habe auch von den „Planeten“ zwei Sätze aus der Suite schon einmal gespielt. Wir waren mit unserem westfälischen Jugendsinfonieorchester aus Münster in Amerika und haben dann zusammen mit einem amerikanischen Orchester „Mars“ und „Jupiter“ gespielt, das ist aber jetzt schon fünf Jahre her.

 

Max: Es gab mal vor ein paar Jahren ein Projekt von den Musikschulen in NRW mit dem WDR, bei dem die Musikschulen sich Leute aussuchen konnten, die „Jupiter“ spielen können und dann haben wir mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen in der Philharmonie in Köln den „Jupiter“gespielt, als Ouvertüre, und dann hat der WDR das gespielt. Das war saucool!

 

Dann habt ihr mit den Planeten ja schon etwas mehr Erfahrung. Habt ihr denn unter den drei Stücken eine Favoriten? Oder unter den Sätzen?

 

Maria: „Jupiter“ und „Uranus“!

 

Fabienne: Im „Jupiter“ vor allem dieses Andante, da bekommt man immer Gänsehaut.

 

Maria: Ja, das ist so ein Gänsehautmoment! Aber beim „Jupiter“ auch, weil das rhythmisch mega cool ist und „Uranus“, weil alle unisono einfach den gleichen geilen Rhythmus haben und das macht ultra Bock.

 

Jonathan: „Uranus“, das muss ich auch sagen, macht Spaß und bei „Star Wars“ macht der letzte, 5. Satz am meisten Spaß.

 

Maria: Der macht so Spaß!

 

Max: Das Geilste an „Star Wars“ ist, im letzten Satz, wenn die Trompeten spielen und dann noch die Posaunen dazu kommen, das macht voll Bock!

 

Fabienne: Aber auch alles andere aus „Star Wars“, also man kennt das ja von den Filmen und es muss nicht immer fetzig, mit vielen Rhythmen sein, auch Prinzessin Leias Thema macht Spaß.

Aber auch Ives Stück ist ein schönes Stück. Es ist super interessant, die Streicherakkorde zu haben und dann die Eingriffe, die nicht total gegensätzlich, aber nach einem anderen Tempo spielen, die sich auch immer - abwechselnd mit der Trompete - weiterentwickeln, das macht super viel Spaß. Auch wenn viele was gegen moderne Musik sagen, sehe ich das anders. Dieses Wechselspiel zwischen Frage und Antwort von Trompete und der Flötengruppe ist spannend.

 

Maria: Und dass die letzte Frage unbeantwortet bleibt!

 

Ihr habt jetzt zehn Tage Probenphase so gut wie hinter euch. Morgen ist die Generalprobe und dann stehen die Konzerte vor der Tür. Freut ihr euch?

 

Maria: Es vergeht dazwischen so viel Zeit und man freut sich einfach unglaublich die ganzen Leute wiederzusehen und man kommt aus diesem Alltagsstress einfach raus. LJO ist immer schon fast wie Familie und deswegen freuen wir uns.

 

Wie sieht bei euch die Zeit zwischen den LJO Phasen aus?

 

Maria: Wir nennen das immer ‚LJO-Loch‘, weil einfach echt etwas fehlt, man kann ja nicht das ganze Orchester zwischendurch wiedersehen, aber wir versuchen schon auf jeden Fall, den ein oder anderen wiederzusehen. Wir treffen uns regelmäßig und das ist ganz wichtig, auch wenn Leute mal eine ganze Phase nicht dabei sind.

 

Max: Die Zeit nervt, es ist so wie zwischen Weihnachten und Weihnachten: Man freut sich schon wieder aufs nächste Weihnachten, weil es einfach so mega Spaß macht.

 

Fabienne: Man hat einfach zuhause nicht diese Menschen, mit denen man hier zusammen ist.

 

Maria: Hier sind alle viel verständnisvoller.

 

Fabienne: Man denkt das Gleiche und wenn man jetzt einem anderen Jugendlichen „Jupiter“ vorspielen würde, der würde nicht verstehen, warum wir das so geil finden.

 

Vielen Dank für das Interview! Das Gespräch führte Katharina Glose