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Landesjugendorchester NRW | Weltreligionen | Konzert in Köln

Weltreligionen   31.October 2021 - 31. October 2021   WDR Funkhaus Wallrafplatz

ORT

WDR Funkhaus am Wallrafplatz
Wallrafplatz 5
50667 Köln

TICKETS

Informationen folgen

PROGRAMM

Joseph Haydn: Die Vorstellung des Chaos aus " Die Schöpfung"

Bassem Hawar: Hadjidj – Die Pilgernden (UA)

Ernest Bloch: Schelomo – Hebräische Rhapsodie

Pause

Franz Schubert: Sinfonie in h-Moll "Unvollendete"

Landesjugendorchester NRW

Solist
Gabriel Schwabe

Dirigent
Sebastian Tewinkel

WELTRELIGIONEN 

Wie hat sich die Welt vor der Schöpfung angehört? Wie klingt es, wenn viele Menschen gleichzeitig beten? Welche Botschaft wollte König Salomo verbreiten? Und wie kann Transzendenz musikalisch dargestellt werden? Auf all diese Fragen gibt das Programm „Weltreligionen“ des Landesjugendorchesters NRW Antwort.

Chronologisch passend beginnt das Konzert mit Haydns „Die Vorstellung des Chaos“, kurz bevor Gott nach christlicher Lehre die Welt erschuf. In der Musik wird dabei der Eindruck von Dunkelheit und einem Trauermarsch geweckt, die ersten Anzeichen der Schöpfung sind allerdings schon in den Holzbläsern zu erahnen.

Darauf folgt attacca Hadjidj – Die Pilgernden“, der Auftragskomposition Bassem Hawars für das Landesjugendorchester eröffnet. Kern des Stücks sind zwei traditionelle Melodien, die die Gläubigen des Islams bei der Umrundung der Ka´aba in der heiligen Moschee in Mekka singen. Neben diesen beiden Gesängen erklingen die Gebete und Wünsche der einzelnen Personen, ebenso wie der Muezzin, der die Gläubigen zum gemeinsamen Gebet aufruft.

Und das Solokonzert des Abends wird Ernest Blochs „Schelomo – Rhapsodie hébraique“ aus dem Jahr 1916 sein. Inspiriert wurde der Komponist durch die Schrift des Kohelet, welche von König Salomo stammen soll. Dabei entspinnt sich ein Gespräch zwischen dem jüdischen Volk, dargestellt von dem Orchester und den Botschaften Salomos, welche das Solocello, gespielt von Gabriel Schwabe, verkündet.

 „Zum Schluss erklingt Schuberts „Unvollendete“, die die übergeordnete Transzendenz darstellt. Während diese Thematik im ersten Satz eher unheimlich und mystisch aufgegriffen wird, bildet der zweite Satz das dazu passende Gegenstück voller Idylle und blühender Natur, als wäre man im Paradies. Durch diese Gegensätze scheint das Werk in sich abgeschlossen zu sein, weshalb vermutet wird, dass Schubert die „fehlenden“ zwei Sätze bewusst wegließ.