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Wie ich zum Kammermusikzentrum kam Teil VI - ein Erfahrungsbericht von Luca Spanier
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19.May 2020   Kammermusikzentrum NRW

Luca ist schon fast seit Beginn des Kammermusikzentrums dabei und hat schon in vielen Ensembles mitgespielt. Im letzten Jahr spielte er den GEMA-Mann beim PERFORMusik-Projekt "Zeitreise", der trotz Trauer um seinen daheimgebliebenen Goldfisch einer verschollenen Geige durch die Zeit hinterher jagte. Danke, Luca, für viele lustige Momente bei den Kursen und wir hoffen, Du bist noch lange dabei.

Durch einen Freund bin ich 2015 neugierig gemacht worden, doch mal in einem Ensemble zu spielen und hat sich zu seinem ersten Kurs angemeldet. Damals fand der Kurs noch in Bonn statt, und von Anfang an mochte ich das Zusammenspiel mit den anderen Teilnehmern sehr. Nach einigen wechselnden Ensembles mit Bläsern und anderen Streichern, als Duo, Trio oder sogar in größeren Gruppen konnten wir das Zusammenspiel in unterschiedlichen Stücken proben und so konnte ich viel Erfahrung sammeln. So bot sich dann auch die Möglichkeit, im Kinderorchester NRW mitzuspielen und dort noch viel mehr junge Musiker kennenzulernen. Anfang 2017 hatte dann Lennart, der Fagott im KIO spielte und bis dahin in vielen Bläserensembles mitgemacht hatte, die Idee, ein sehr ungewöhnliches Ensemble zu starten. Es wurde ein Quartett von Francois Devienne ausgesucht und eingeübt, was dann auch direkt dem „Devienne Quartett“ den Namen brachte. Mit den Mitgliedern Tabea, Karoline und Lennart hatten wir zusammen viel Spaß und auch Erfolge bei "Jugend musiziert" und einige Auftritte. Zusammen haben wir viel erlebt und viel Zeit mit Proben und Spielen auf den drei Streichinstrumenten und Lennarts Fagott verbracht. Immer unterstützt von unserer tollen Dozentin Frau Tjo, die mit unendlicher Geduld und wohl auch Spaß unser Zusammenspiel perfektionierte. Dann kam die Idee auf, aus dem Quartett ein Quintett zu machen. So kam Luise 2018 als Klavierstimme dazu, und wir nannten uns nun einfach „Devienne+“. Auch in der neuen Zusammenstellung war bei allen die Freude am gemeinsamen Kammermusikspielen groß, auch zu fünft gab es „Jumu“ und einige Auftritte in verschiedenen Städten. Aus dem KIO wurde dann das LJO, aber das Spielen im Ensemble mit den gemeinsamen Proben in Heek und Bad Fredeburg muss trotzdem in den immer voller werdenden Kalender passen. Mit der tollen Unterstützung durch das LJE-Team werden aber alle Überschneidungen und Konflikte elegant gelöst. Harriet, Lena, Rita und alle anderen im LJE-Team leisten hier für uns Jugendliche eine unglaubliche Arbeit.

Heute spielen wir im neuen Streichquartett mit Tabea, Karolin, Felix und mir und wir konnten nun bei einigen schönen Auftritten, unter anderem in NRW Landtag unser aktuelles Programm spielen. Im Moment läuft leider alles sehr eingeschränkt, viele Proben und Auftritte sind abgesagt worden, und keiner weiß, wann es wieder losgehen kann. Nach dieser schwierigen Zeit wird aber hoffentlich mit doppelter Energie und Freude weiter musiziert.

Luca Spanier (Geiger im Devienne Quartett)