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Musik unter der Lupe Teil 16: Barock als Herausforderung. Pucells Fantasia upon a Ground
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30.March 2020   Kammermusikzentrum NRW

Im Sommer 2019 wurde das Hilaritas Quartett mit Jana Esau, Johannes Glende, Mia Köseoglu und mir, Franka Wielath, gegründet. Wir sind drei Geigen und ein Kontrabass, was eine etwas ungewöhnliche Konstellation ist. So war die Auswahl unserer Stücke auch nicht einfach. Aber unsere Ensemble-Lehrerin Hye-sin Tjo wurde bei Purcell fündig.

Das erste Stück, das für unser Ensemble fest stand, war die Fantasia in D-Dur von Henry Purcell, die wir auch bei "Jugend musiziert" gespielt haben. Die Fantasia war für uns zunächst ungewohnt, da sie ein Barockstück ist und wir diese Epoche zuvor kaum gespielt haben. Wenig zu Vibrieren war eine echte Herausforderung.

Der Kontrabass spielt fast das ganze Stück eine Abfolge von vier Tönen, die sehr wichtig für das Grundgerüst ist. Die Geigen spielen die Melodie, die wie bei einem Kanon in allen drei Stimmen nacheinander vorkommt. In der Mitte des Stücks hat der Kontrabass ein Solo, in das die anderen Stimmen dann einsteigen. Danach ändert es sich und die Geigen spielen die Begleitung, während der Kontrabass die Melodie übernimmt. Dieser Wechsel macht das Stück interessant. Am Ende wird dann das Anfangsmotiv wieder aufgegriffen und das Stück endet wie es angefangen hat.

Franka Wielath