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Mit Hänsel und Gretel durch NRW-Grundschulen
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06.May 2019   Kammermusikzentrum NRW

Fünf Tage waren die Musiker*innen des Boreas Holzbläserquintetts gemeinsam mit Louisa Fritz unterwegs durch NRW und haben zahlreiche Grundschüler*innen mit Aufführungen von "Hänsel und Gretel" erfreut.

Von Siegburg aus ging es einmal durch ganz NRW: Von Wesseling über Hückelhoven, Schwelm und Arnsberg bis nach Höxter. Nach einem gelungenen Start in Siegburg, der Geburtstadt von Engelbert Humperdinck, wo das Boreas-Quintett sogar in seinem Geburtshaus, der Musikwerkstatt der Stadt Siegburg, wohnen und proben und ein wunderbares Konzert im Museum geben konnte, startete die Tour des Ensembles zu den fünf Grundschulen, die beim Malwettbewerb ein Konzert mit Humperdincks "Hänsel und Gretel" gewonnen hatten. Begeisterte Schüler*innen, die sich nicht nur für die spannende Geschichte der beiden Kinder im Wald und ihrer Erlebnisse mit der bösen Hexe Rosina Leckermaul, sondern auch für die Musik und die Instrumente interessierten, verfolgten die Aufführungen. Jede Schule war anders, aber eines war gleich: Die Kinder und die Lehrer*innen waren begeistert: "Wir wussten gar nicht, was uns erwartet. Dass es so eine mitreissende Aufführung wird, damit hatten wir nicht gerechnet."

Besonders toll war es für die Kinder, dass sie den Musiker*innen und ihren Instrumenten ganz nah waren. Der Sand des Sandmännchens (verkörpert durch die Hornistin Leonie) war nicht nur für die beiden "Kinder" auf der Bühne (die Oboistin Sina war Hänsel und die Flötistin Nele war Gretel) bestimmt, sondern auch die Publikumskinder wurden bedacht und groß war die Freude als Hänsel und Gretel gemeinsam mit ihren Eltern (die Fagottistin Emilia und der Klarinettist Alexander spielten die Eltern) alle Publikumskinder "abklatschten" und vom Bann der bösen Hexe, die von der Erzählerin Louisa verkörpert wurde, befreiten.

Aber nicht nur für die Schüler*innen waren die Aufführung ein Erlebnis, auch die Musiker*innen des Kammermusikzentrums haben zahlreiche Erfahrungen machen dürfen: Die spontane und emotionale Reaktion der Kinder auf die Musik und die Geschichte ist viel direkter als bei einem erfahreren Publikum im Konzert. Hier zählt  es, die Aufmerksamkeit zu halten und die Kinder mit der Musik in die Geschichte mitzunehmen. Durch das Spielen der Rollen und das Sprechen von Text konnten sie auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten weiterentwickeln, die für professionellen Musiker*innen heute immer wichtiger werden. Das schnelle Umschalten von Sprechen und Musizieren waren Herausforderungen, die Sina, Nele, Leonie, Alexander und Emilia wunderbar gemeistert haben. Dem Boreas-Quintett und den über 500 Grundschüler*innen werden dieses Aufführungen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.