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Zukunft gestalten im LAB
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01.September 2020   Landesjugendorchester NRW

Heute ging’s zur Sache. Viele gute Ideen sind am ersten Tag des Workshops in der Kölner Alten Feuerwache entstanden. Fast zu viele, so erschien es zunächst bei Sammeln und Sortieren, beim Benennen und Weiterdenken. Was wollen wir bewahren, was verändern und was erscheint uns verzichtbar für die Zukunft des Konzertwesens und für die unserer Ensembles?

Durchaus kontrovers waren beim genauen Hinsehen dann die Meinungen der Mitwirkenden und manches schien auf einmal auch zu groß, zu viel, zu weit. Improvisation, Performance, Partizipation, Raumdesign… auswendig spielen … Was davon wird möglich sein, was wollen wir umsetzen? Was können wir als Team auch wirklich leisten und vor allem: was wollen die Jugendlichen, die zu uns kommen, um das Ensemblespiel zu lernen? Kurz vor der Mittagspause brachte die Suche nach dem Konsens der Gruppe plötzlich Licht ins Dunkel. Und der Konsens war auf einmal schnell gefunden und mündete in konkrete Fragen zu Schwerpunkten, Zielsetzungen und Zeitschienen. In drei Arbeitsgruppen wurde ausführlich über Konzertrituale, Projektentwicklung und eine mögliche Zeitplanung im Verein gesprochen und die Ergebnisse wurden der Gesamtgruppe präsentiert. Und weil hier eine Menge geballter Kreativität aufeinander traf, wundert es nicht, dass schon in dieser kurzen Zeit sehr konkrete Möglichkeiten skizziert werden konnten. Rituale zu ändern, erfordert Mut und Überzeugung, aber der Verein zur Förderung von Landesjugendensembles sieht seine Aufgaben gerade auch darin: Die grandiose Kraft der klassischen Musik für ein möglichst breites Publikum von heute und von morgen erfahrbar zu machen und die Energie der Musiken aus Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft zu tragen. Dass es dafür neben der konventionellen Form der Darbietung alternative Formen braucht, steht am Ende des zweitägigen Workshops außer Frage und so entsteht ein Entwurf für ein neues Mission Statement. Wenn das dann „druckreif“ ist, wird es natürlich hier veröffentlicht. Ein herzliches Dankeschön an alle konstruktiven Mitdenker*innnen. Wir freuen uns auf die Zukunft!