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Kammermusikkurs in Heek - Tag 3 - Interview mit Heinrich
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21.August 2019   Kammermusikzentrum NRW

Heinrich ist seit diesem Jahr in der Förderung des Kammermusikzentrums NRW und steht Rede und Antwort, warum das Cello das beste Instrument ist oder vielleicht doch das Horn und warum Kammermusik Spaß macht.

Hallo Heinrich, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Kannst Du mir sagen, welches Instrument Du spielst und wie Du darauf gekommen bist?

Heinrich: Ich spiele das beste Instrument der Welt – das Cello. Meine Eltern waren früher mit mir bei Freunden. Die Tochter von denen hat auf ihrem Cello ‘was vorgespielt und ich fand, dass das wirklich schön klang. Daher wollte ich das auch spielen.

Du bist jetzt 13 Jahre alt. Wann hast Du angefangen Cello zu spielen?

Heinrich: Ich habe mit sechs Jahren angefangen. Aber natürlich - wie wahrscheinlich viele andere Kinder - vorher schon mit den Eltern länger darüber geredet, weil die meinten, das hätte noch ein bisschen Zeit.

Spielst Du neben Deinem Ensemble beim Kammermusikzentrum auch in anderen Ensembles oder Orchestern?

Heinrich: Ich spiele im Kinderorchester NRW, im Schulorchester und ich habe früher in der Musikschule in einem großen Ensemble gespielt, welches mein Musiklehrer geleitet hat. Jetzt mache ich  hier beim Kammermusikzentrum noch das Duo mit Berat und ich habe die Hoffnung, damit bei „Jugend musiziert“ in den Landeswettbewerb zu kommen. Das wäre dann schon ein großer Erfolg.

Kammermusik ist ja schon etwas anderes als im Orchester zu spielen. Wann hast Du denn damit angefangen und wie bist Du zum Kammermusikzentrum gekommen?

Heinrich: Es ist hier die zweite Fahrt, die ich mitmache. Aber eigentlich ist es für mich wie das erste Mal. Ich wurde damals beim Kinderorchester NRW gefragt, ob ich das nicht mal ausprobieren möchte und da habe ich dann „Ja“ gesagt.

Jetzt machst Du, wie Du sagst, schon das zweite Mal bei einem Kurs des Kammermusikzentrums mit. Was begeistert Dich denn so an der Kammermusik?

Heinrich: Die erste richtige Begeisterung kam auf, weil man mich gefragt hatte, ob ich mir das vorstellen könnte. Das war dann für mich echt schön und hat mich begeistert, weil man mich damit indirekt gelobt hatte und sich vorstellen konnte, dass ich noch mehr erreichen kann.

Wie ist es denn so im Duo zu spielen?

Heinrich: Es hat Vor- und Nachteile zu zweit zu spielen. Der Vorteil ist, dass es entspannt ist zu üben und man sich nur auf eine weitere Person konzentrieren muss. Der Nachteil ist allerdings, dass man sich selbst immer raus hören kann und so die Fehler viel schneller klar werden. Im Orchester bei mehreren Celli ist das ganz anders.

Hier sind ja viele Teilnehmer mit anderen Instrumenten und Ensembles, Holz- und Blechblasinstrumente oder andere Streicher mit Quintetten oder Quartetten oder so wie bei Dir das Duo mit Berat. Könntest Du Dir auch vorstellen mal ein anderes Instrument zu spielen?

Heinrich: Ja, auf jeden Fall. Ich habe letztens ein Konzert von dem Holzbläserquintett mitbekommen und das klang echt gut. Und hier kann man manchmal das Blechbläserquintett hören. Da kann ich mir dann vorstellen, dass ich Horn spiele. Das klingt schön, wie eine sanfte Trompete.

Was war denn bisher Dein schönstes Erlebnis beim Kammermusikzentrum?

Heinrich: Die Fahrten sind immer schön, weil auch die älteren Teilnehmer einen immer aufnehmen.

Welches Stück spielst Du denn aus eurem aktuellen Programm am liebsten und warum?

Heinrich: Ich habe zwei Stücke, die ich gerne spiele. Zum einen die Zingaresca von Schulhoff, weil die sehr schön flott ist und zum anderen das Duo von Cirri, weil sich da die Melodien immer abwechseln und die Soli ausgeglichen sind.

Kann man die Stücke bald hören?

Heinrich: Ja, am Sonntag spielen wir die im Rahmen des Wandelkonzertes hier in der Landesmusikakademie.

Vielen Dank für die Zeit und noch viel Spaß und Erfolg beim Proben.

Heinrich: Danke.

Das Interview führte Lars Saatkamp