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Interview mit Ricarda Kreutz (17) und Lea Pleines (17), Harfe
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27.October 2017   Landesjugendorchester NRW

Wenn etwas richtig Wichtiges ansteht, übt man jede freie Minute. Das Brahms-Requiem das erste Mal für Ricarda und Lea

Ihr seid hier also zum ersten Mal. Was führt euch hierher? Ricarda: Ich war zwar bei Jugend Musiziert nicht beim Bundeswettbewerb, habe aber dann nach dem Landeswettbewerb einen Brief bekommen, ob ich beim Probespiel vorspielen will, das habe ich dann auch gemacht und ja, jetzt bin ich hier.

 

Lea: Bei mir war es ähnlich, nur, dass ich eben beim Bundeswettbewerb war und dann ist man ja sozusagen automatisch drin und wurde dann für diese Phase eben gefragt.

 

Wart ihr vorher schon in anderen Orchesterprojekten unterwegs?

Lea: Ich habe im LJO Saarland mal geholfen, sonst war ich nicht so in „offiziellen“ Orchestern, kleines Mandolinenorchester vielleicht mal, aber nichts Größeres.

 

Ricarda: Ich war im Sommer im LJO Hessen, sonst gab es auch mal kleinere Orchestersachen, aber sonst auch nichts Größeres.

 

Wie lange spielt ihr schon Harfe?

Ricarda: ca. 9 Jahre

Lea: ca. 8 Jahre

 

Wie kommt ihr auf dieses Instrument? So ein großes, sperriges, teures? J

Lea: Ich wusste schon mit 5 Jahren, dass ich Harfe spielen will. Ich hatte es einmal live gehört, sonst nur auf Kassetten oder im Fernsehen. Leider musste ich aber bis ich 9 Jahre alt war warten, bis ich anfangen konnte.

 

Ricarda: Ich glaube ehrlich gesagt, dass meine Eltern ziemlich begeistert von diesem Instrument sind und sie deswegen auch ihre Finger da im Spiel hatten. Aber ich habe es auf jeden Fall auch mal in einem Konzert gehört und beim Tag der offenen Tür in der Musikschule ein bisschen darauf herumgezupft und mich dann eben dafür entschieden.

 

Wollt ihr später auch Musik studieren, oder ist es eher ein Hobby?

Ricarda: Bei mir sieht es eher danach aus, als ob es ein Hobby bleiben würde, aber ich bin auch noch nicht zu 100% sicher.

Lea: Also ich möchte es auf jeden Fall studieren. Am liebsten in Hamburg.

 

Und was sind deine alternativen Pläne?

Ricarda: Es gibt noch zwei Bereiche die mich interessieren, Jura und Tourismus.

 

Also eher etwas Bodenständiges. J

Ricarda (lacht): Joahr.

 

Wieviel übt ihr so am Tag?

Lea: Kommt darauf an, was so ansteht. Wenn was richtig Wichtiges ansteht, übt man jede freie Minute. Wenn es gerade entspannt ist, dann eben weniger.

 

Ricarda: Ich übe schon täglich, aber wenn gerade noch ganz viele Klausuren anstehen, dann schafft man eben nicht so viel.

 

Ihr beide macht ja auch noch Abitur nächstes Jahr, oder?

Beide: Ja.

 

Das Brahms Requiem spielt ihr zum ersten Mal?

Ricarda: Ja, ich spiele es zum ersten Mal, aber ich kannte es schon vorher. Meine Eltern sind Kirchenmusiker. Mein Vater macht viele Projekte, hat dann letztes Jahr auch das Brahms Requiem aufgeführt und da habe ich es dann auch zum ersten Mal gehört. Aber seit dem ich wusste, dass ich es auch spielen werde, habe ich es auch oft angehört.

 

Was macht ihr noch neben der Musik in eurer Freizeit?

Lea: Ein bisschen Sport, nicht im Verein, aber so für mich.

Ricarda: Ich spiele noch ein zweites Instrument, nämlich Geige, Harfe aber schon deutlich intensiver. Ansonsten mache ich schon seit dem ich ein kleines Mädchen bin einmal in der Woche Ballett und generell habe ich immer viel getanzt.

 

Lea: Singen und Klavier spielen mache ich auch noch, aber das ist momentan eher nebensächlich.

 

Kanntet ihr euch schon vorher?

Lea: Nein, bei der ersten Probe in Köln haben wir uns kennengelernt.

 

Und was für einen Eindruck habt ihr vom Orchester?

Lea: Ich finde es gut, es ist auch besser geregelt als andere Orchester, die ich bis jetzt kennengelernt habe. Und die Leute sind auch nett.

 

Ricarda: Finde ich auch. Wir sind zwar erst am Anfang, man hat noch nicht mit allen geredet, aber alle die man kennengelernt hat, waren auf jeden Fall immer freundlich.

 

Das Interview führten Eva Suhr und Kamilla Eggeling