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Interview mit Malte Jansen, Klarinette - 14 Jahre alt
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28.October 2017   Landesjugendorchester NRW

Ich bin ein Klangfetischist sagt meine Lehrerin

Wie lange bist du schon im Orchester?

Das ist meine erste Arbeitsphase beim LJO. Ich habe schnell Anschluss gefunden, anfangs war das natürlich etwas schwieriger aber so nach ein, zwei Tagen lief das dann.

 

Was willst Du später werden?

Ich will Klarinettist werden.

 

Wie bist Du denn ins Orchester gekommen?

Also ich habe auf die klassische Art vorgespielt und dann wurde ich genommen. Vorher war ich im Kinderorchester NRW und parallel nehme ich an Kursen des Kammermusikzentrums NRW teil.

 

Hast Du auch mal bei Jugend musiziert gewonnen?

Ja, ich mache nächstes Jahr zum siebten Mal bei Jugend musiziert mit und habe auch jedes Mal gewonnen.

 

Welchen Preis?

Also immer 24 Punkte oder 25, dieses Jahr mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb das erste Mal - vorher war ich noch zu jung. Da habe ich den zweiten Preis bekommen.

 

Wie lange übst Du pro Tag?

Anderthalb Stunden versuche ich schon zu üben. Manchmal, wenn ich richtig Lust habe und im großen Rausch bin, dann auch mehr.

 

Was hast Du noch für Hobbies?

Ich konzentriere mich schon aufs Klarinettenspiel, mache ab und zu ein bisschen Sport, sonst habe ich nicht so viele Hobbies.

 

Wie bist Du zur Klarinette gekommen?

Mein alter Lehrer der jetzt schon in Rente ist Laszlo Domötör, von der Krefelder Musikschule. Er hat mich als erstes unterrichtet. Mein Bruder hat schon zwei Jahre vorher Posaune gespielt und dann bin ich auch immer mit zum Unterricht gefahren und dann war dort der „Tag der offenen Türe“. Da bin ich mit meinem Vater zu Laszlo Domötör gegangen und habe in die Klarinette reingepustet und da hat er gesagt: „Du bist ja ein Talent!“ - weil ich direkt einen Ton rausbekommen habe, „Dich nehme ich.“ Und dadurch hatte ich bei ihm Unterricht. Und er ist ein total guter Lehrer gewesen.

 

Wie alt warst du da?

Ich war fünf. Jetzt bin ich an der Musikhochschule Düsseldorf, Jungstudent bei Frau Ulrike Warnecke.

 

Hast Du ein Vorbild?

Ja, ich habe ein großes Vorbild, und zwar der Klarinettenprofessor in Weimar Prof. Thorsten Johanns, der hatte auch bei meinem alten Lehrer Laszlo Dömötör Unterricht und den finde ich fabelhaft. Außerdem war Thorsten Johanns auch Mitglied im LJO NRW.

 

 

Möchtest Du später mal in Weimar studieren?

Ja, ich war noch nicht da, aber aus Dokumentationen und von Bildern her ist das eine sehr schöne Stadt.

 

Was begeistert Dich so am Orchesterspiel?

Beim Orchesterspiel ist es eher die Gemeinschaft und am Klarinettenspiel mag ich es total gerne Sachen auszuprobieren. Ich bin ein sehr starker Klangfetischist wie meine Lehrerin so schön sagt, also ich achte sehr auf den Klang und den Ton, weil ich behaupte dass es mit das wichtigste ist, also 70% davon ist der Klang und dadurch versuche ich mich immer weiter zu verbessern.

 

Möchtest Du auch mal wie Giora Feidmann spielen? Klezmer?

Der ist echt toll! Klezmer mag ich sehr gerne und spiele es auch in meiner Freizeit. Manchmal ruft dann meine Mutter hoch: „Mach mal deine Stücke weiter“. Und dann spiele ich immer noch heimlich weiter Klezmer. Ich hab ein Heft von David Orlowsky, der jetzt der neue „Klezmernachfolgekönig“ von Giora Feidmann ist. Daraus spiele ich gerne.

 

Kehrst Du gerne zurück ins LJO?

Ja klar! Ich freue mich schon total auf das Frühjahr mit der 7. Sinfonie von Dvoark.

 

Das Interview führten Kamilla Eggeling und Eva Suhr