Loading...

Interview mit Berat und Heinrich "Schnell ist immer gut."
Alle Einträge

21.January 2020   Kammermusikzentrum NRW

Das Duo Apollo bestehend aus Berat Simsek (Geige, 10 Jahre) und Heinrich Rövekamp (Violoncello, 13 Jahre) startet kommende Woche beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Krefeld. Heute erzählen die beiden etwas über ihr Programm.

Welche Stücke spielt ihr bei „Jugend musiziert“?

Heinrich: Von Gianbattista Cirri spielen wir aus dem 4. Duo den 1. Satz.
Berat: Von Reinhold Glière spielen wir die Berceuse aus den Huit Morceaux.
Heinrich: …und von Erwin Schulhoff die Zingaresca.

Welches Stück ist denn euer Lieblingsstück?

Heinrich: Unser Lieblingsstück studieren wir gerade erst ein. Das ist ein Duo von Ludwig van Beethoven, das eigentlich für Fagott und Klarinette geschrieben ist.

Und warum gefällt euch das so gut?

Heinrich: Es ist halt Beethoven!

Das reicht als Antwort?

Heinrich: Ja! Es ist klassisch, abwechslungsreich und super zu spielen.
Berat: Und von den Jugend-musiziert-Stücken ist unser Lieblingsstück die Zingaresca, weil sie so schön schnell ist.
Heinrich: … und weil sie so energisch ist und man richtig musikalisch ausrasten kann. Das macht Spaß.

Könnt ihr noch etwas zu den anderen Stücken erzählen?

Heinrich: Die Berceuse ist von der Intonation schwierig. Damit hat man sehr viel zu tun. Und sie ist sehr langsam. Es ist ja  Wiegenlied. Aber wir mögen lieber die schnelleren Stücke.
Berat: Ja, die schnellen Stücke, wie das Duo von Cirri.
Heinrich: Berat hat in der Berceuse die Melodie und ich die Begleitung. Beim Stück von Cirri wechseln wir uns ab. Da spielt zuerst Berat das Thema und dann ich.

Was ist denn die schwierigste Stelle? Was habt ihr am meisten geübt?

Berat: Im ganzen Programm? Beim Schulhoff sind das die Finger-Pizz. Die sind schwer und schnell und beim Cirri sind es die Zweiunddreißigstel-Läufe.
Heinrich: Bei mir sind es im Cirri auch die Zweiunddreißigstel-Läufe. Beim Zusammenspielen sind die Stellen schwierig, wo wir beide etwas Gleiches zusammen spielen. Da muss es klingen als wären wir ein Instrument. Das Spielen so anzupassen und aufeinander abzustimmen ist schwer.

Und das klappt?

Heinrich: Ja…. Meistens!

Das Interview führte Harriet Oelers.