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Beethoven meets Ellington: Interview mit einem Jazzer
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19.November 2018   Kinderorchester NRW

Andreas Theobald ist Pianist und Bandsprecher des JugendJazzOrchesters NRW (JJO). Wir führten ein Interview mit ihm über seinen Weg zum JJO und das aktuelle Crossover-Projekt mit dem Kinderorchester NRW.

Andreas, wie bist du zum Jazz und speziell zum Ensemble gekommen?
Ich bin schon immer gerne etwas freier mit Musik umgegangen. Es hat aber ein paar Jahre gebraucht, bis ich ein Jazzalbum geschenkt bekam und nach dem Gefühl dieser Musik süchtig wurde.Das JJO habe ich vor einigen Jahren in Köln gehört und war beeindruckt von der Musik und dem hohen Niveau der Band – natürlich auch von den dunklen Anzügen. Damals war es für mich ein absoluter Traum, in diesem Orchester mitspielen zu dürfen.

Grieg verjazzen? Ist das cool oder eher respektlos? Wie stehst du denn zum Crossover?
Erstmal finde ich, dass in der Musik alles erlaubt ist. Crossover ist oft der Versuch, alte Musik einem neuen Publikum zu erschließen, indem man sie in neuen Stilen verpackt. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Mir persönlich ist es immer wichtig, dass ein Crossover-Stück für sich steht, also auch ohne sein „Original“ musikalisch sinnhaft ist.Der ein oder andere klassische Komponist hätte sich sicherlich über eine Verjazzung seiner Musik gefreut. Schließlich bedeutet es, dass sich nach so langer Zeit immer noch Menschen mit ihrer Musik auseinandersetzen.

Wie hat sich die Bandarbeit auf deine musikalische Laufbahn ausgewirkt?
Ich genieße in der Band deutlich weniger Freiheiten als z.B. in einem Jazztrio. Ohne eine gewisse Disziplin und Genauigkeit ist ein erfolgreiches Musizieren nicht möglich. Diese Erfahrungen kann ich für mich aber auch immer wieder in andere Besetzungen übertragen.

Was wünscht du dir für dieses Projekt?
Dass wir voneinander lernen und uns inspirieren lassen. Ich hoffe, wir Jazzer bekommen noch mehr Lust auf klassische Musik und unsere Kollegen vom Kinderorchester auf Jazz.

 Das komplette Interview können Sie im aktuellen Programmheft lesen, das Sie in unseren Konzerten erhalten. Zweimal gibt es noch die Gelegenheit dieses außergewöhnliche Konzertformat zu hören und zu sehen. Steigen Sie ein in unseren NRW-Train! 24.11 – Theater Duisburg (18 Uhr); 25. 11. Musikforum Bochum (17 Uhr)

(Lena Zimmer)