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Musik unter der Lupe Teil 7: Große Herausforderung - Das Divertimento für Holzbläserquintett von Haydn
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21.November 2017   Kammermusikzentrum NRW

Im Sommer 2017 spielte das Boreas Quintett des Kammermusikzentrums, bestehend aus Nele Tennstedt (Flöte), Sina Vetter (Oboe), Leonie Kramer (Horn), Emilia Jalocha (Fagott) und Hera Schroers (Klarinette) das erste Mal zusammen und erarbeitet seither das Divertimento in B-Dur mit vier Sätzen von Joseph Haydn (1732-1809). Seine Musik gehört zur Epoche der Klassik.

Das Divertimento beginnt mit einem „Allegro con spirito“. Hierbei wechseln sich vor allem Oboe und Flöte mit Melodiemotiven ab. Die anderen Instrumente bilden hauptsächlich die Begleitung. Außerdem ist das Klarinettensolo in der Durchführung von großer Bedeutung.

Der zweite Satz, „Andante quasi Allegretto“ ist sehr bekannt, da er unter anderem von Johannes Brahms in seinen berühmten Haydn-Variationen verwendet wird. Die Melodieführung übernimmt hauptsächlich die Oboe. Im zweiten Teil übernimmt kurz die Flöte, wird aber direkt wieder von der Oboe abgelöst. In den letzten sieben Takten führen Klarinette, Fagott und Horn.

Es folgt der dritte Satz, das „Menuetto“ gefolgt vom „Trio“. Das „Menuetto“ ist ein frischer, heiterer Satz, in dem im zweiten Teil die durchgehenden Achtel des Fagotts als Grundlage dienen. Im „Trio“ findet sich das „Frage-Antwort-Spiel“ wieder. Horn, Fagott und Klarinette bilden die Frage und Oboe und Flöte, später auch mit Klarinette, antworten.

Ein „Rondo-Allegretto“ bildet den vierten Satz des Divertimentos und lässt das Stück prima ausklingen. Immer wieder wechseln sich Soli, bzw. Melodien zwischen Flöte, Oboe und Klarinette ab. Das Ende wird aus einem lauten, hauptsächlich vom Horn geführten Accellerando gebildet.

Uns als Quintett macht es große Freude dieses Werk zu erarbeiten, da jeder Satz andere Herausforderungen bietet und es Spaß macht diese anzunehmen.

Nele Tennstedt